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Forum - Kürbi erinnert sich
Kürbi erinnert sich
Siedlung Sanden ab 1950
Damals war ich sechs Jahre alt und wir zogen in die Siedlung Sanden, letztes Haus an der Feldmark Richtung Gönnebek. Wir bewohnten die oberen Räume, unten wohnte die Familie Scholz. Die Wasserversorgung für unsere Familie lief über eine Handpumpe auf dem hinteren Hof, die Grundwasser förderte. Probleme gabs im Winter bei Frost. Das Plumpsklo befand sich ca. 10 Meter ausserhalb des Hauses. Ein schlichtes Steinhäuschen mit wöchentlicher Eimerleerung. Heizung und Kochen, wie in der Siedlung üblich: mittels Kohleofen. Trotzdem wars eine schöne Zeit. Alle lebten irgendwie bescheiden. Dafür war draußen für uns viel Platz. Die Umgebung viel ursprünglicher und für uns Kinder ein abenteuerliches Umfeld: Der nahe Hasselberg mit der "Schietkuhl" , wo nach Buntmetall gesucht wurde. Der "Katenlandsdiek" auch Rötsoll genannt, wo im Sommer Kaulquappen beobachtet und im Winter geschliddert wurde. Später dann die Erkundungen in der Feldmark und der Lieblingsplatz im "Trappenkamper Wald" das aber erst in den späteren Jahren. Na, erinnert sich jemand noch an Kürbi?
RE:Kürbi erinnert sich
Hallo Kürbi!!! Da werden Erinnerungen Wach auch ich wohnte in der Sandensiedlung und kenne alle diese Spielplätze. Im Nachhinein war es doch eine schöne Zeit,wir kannten ja nichts anderes.Das viertletzte Haus war unser Obdach,allerdings war es um 1945. Bin gespannt auf deine Antwort. . Gruß Bernhard Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Bernhard Hühn« (30.12.2011, 11:04)
RE:Kürbi erinnert sich
Nachtrag: Siedlung Sanden ab 1950 Erinnerungen an das Umfeld. In den ersten Jahren gab es noch den Krämerladen "Koop". Ein übliches Siedlungshaus mit einem winzigen Verkaufsraum. Hier konnte noch alles gekauft werden, für den bescheidenen täglichen Bedarf. Beonders für uns Kinder verlockend, die Bonbonläser auf der Ladentheke. Das Dorf war allzuweit entfernt. Wöchentlich fuhr eine geschlossene Pferdekutsche (Einspänner) mit Fahrenkruger Brot und Backwaren die Siedlung an. Das dunkle Vollkornbrot war sehr lecker. Zeitweise kam auch der "Lumpenkönig". Ein fahrender Schrotthändler, der Schrott aufkaufte. Klar hier konnten wir unsere gesammelten Werke aus der Schietkuhl in Bares umsetzen, plattgehauene Dosen, Zahnpastatuben, ausgeglühte Kupferdrähte ("Schnupper"). Gute Preise.
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